Preis Focus Erde 2010-2011

Deutschsprachigen Gemeinschaft - Preisträger

 

- Erste Preis -

Eupen - Robert-Schuman-Institut

Michaël Hollanders, Grégory Loyens, Philipp Niessen und Yannick Steils

Die energiepolitische Herausforderung für ländliches Wohnen: Bau einer Veranda mit TROMBE - Wand

 

Häuser mit Niedrig- oder Passivenergie zu bauen ist sicher eine gute Sache, aber die Zukunft liegt zweifellos darin, dass Neubauten wieder im Zentrum von Städten oder von städtischen Gebieten entstehen, die  an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind. In der Tat, Privatwagen sowie das Heizen werden immer teurer. Vorbei sind die Zeiten, wo die vier Fassaden der Häuser schlecht gedämmt waren, diese auf Anhöhen inmitten von  Parzellen standen, welche  unnötigem  Rasen dienten und somit jede Menge  Grundfläche vergeudeten.

Neue Wege sind vorstellbar. Eine neue Art des Lebens ... Aber sollen die  bestehenden Gebäude abgerissen und Zehntausende von Häusern in 20 Jahren neu aufgebaut werden! Die eigentliche Herausforderung liegt darin, die Energiebilanz von bestehenden Wohngebäuden zu verbessern und sich in Richtung einer energetischen Unabhängigkeit zu bewegen. Dies gilt in Bezug auf den hauseigenen Verbrauch (Heizung, Warmwasser, Beleuchtung, ...)  und das Transportwesen. Da der Wohnungsbestand und seine Bewohner (wohlhabend, arm, Mieter, Bastler, ...), die  Installationen (Öl, Gas,...) oder die Ausrichtung der Gebäude äußerst vielfältig und verschieden sind, ist es unmöglich, eine  universelle Lösung zu finden. Für die Bauingenieure müssen wir je nach den individuellen Gegebenheiten die Lösungen anpassen und variieren. Die Errichtung einer Veranda aus Holz mit integrierter „TROMBE-Wand“, zur Speicherung von Solarenergie unter Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien, ist ein Schritt in diese Richtung.